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* Rabenliebe gibt es nicht. Raben sind die Gestalt der praktischen Vernunft.



Wie füttert man die Raben?
Natürlich mit Prosatexten!
Dann haben sie was zu picken!


Prosatext: Immer wieder DIE ZEIT erstehen!

Wieder ein Donnerstag und wieder die Abneigung, pünktlich DIE ZEIT zu erstehen. Prompt wurde das Thema angesprochen und prompt eierten wir mit einer faulen Ausrede rum, dass wir einen weiten Bogen durch den Gutspark gemacht hätten und dadurch nicht mehr an dem Laden vorbeigekommen wären. Hätte man vielleicht anschließend wieder zum Laden zurückgehen können? Ja, hätte man. Aber wir kommen ja abends nochmal dran vorbei und wollten abends dann DIE ZEIT erstehen. *hüstel*

Dann hatten wir das Thema Kyffhäuser und Barbarossa. Er fragt, ob die Raben noch fliegen. Wenn ja, könne er noch 100 Jahre schlafen. Aber die Raben fliegen nicht mehr - in einem gewissen Sinne. Wir haben schon nie gehörte Töne vernommen, anstatt Arrrgh hörten wir Krkrkr ... und dadurch sei jetzt Platz für den Neptun-Dialog.

Der alte Rabe ist DIE ZEIT oder ist in der ZEIT - jedenfalls könne es uns passieren, dass wir dem Raben beim ZEIT lesen zu nah in seinen Schnabel geraten. Vorsicht sei geboten. Würde das die Sache mit der ZEIT nicht etwas attraktiver machen? Ja. Die alte Raben-Art sei jetzt wahrnehmbar und nicht mehr die alte Raben-Gattung. Was denn wohl mit der Raben-Eigenthümlichkeit sei? Soweit erstmal und wie immer ohne Gewähr und nach bestem Wissen und Gewissen.



* Vorhin ging ich ganz langsam, weil ich das *Kraaah* der jungen Raben zwar hören konnte, aber nirgendwo was zu sehen war. Plötzlich fielen vor mir mehrfach Blätter zu Boden, als würden sie willentlich runtergeworfen werden. Über mir turnte ein Eichhörnchen im Baum. Und als ich meinen Weg fortsetzen wollte, stolzierte ein Rabe aus der entgegengesetzten Richtung auf mich zu.

* Neulich sah ich die jungen Raben wieder, aber sie wurden nicht gefüttert, so sehr sie auch bettelten. Gestern hatten sie mehr Glück. Die Rabenfamilie stand beisammen auf dem schlammigen Boden am Rande des ersten Teiches. Und da fanden sich wohl einige Leckerbissen, die in den aufgesperrten Schnäbeln landeten.

* Wir waren voller Mißtrauen, hihi ... Kommentar am Telefon:
Die Raben haben`s gut, die leben leicht. Das haben sie sich auch verdient, weil sie sich an die Grundsätze halten, die der Onkel erzählt.


Rabenbesuch

Samstagabend landete ein großer Rabe auf meinem Balkongeländer. Das war ein ganz neues Geräusch und als ich den Raben sah, bekam ich Herzklopfen. Er betrachtete eingehend den Balkonboden, um dann wieder wegzufliegen. Später erzählte ich von dem Erlebnis am Telefon und meinte noch, ich hätte so gerne, dass der Rabe noch einmal auf meinem Balkon landet. Kommentar = der Rabe war doch schon einmal da, dann ist er sinnbildlich immer da. Willst Du ihm etwa die Flügel stutzen? Damit er dort immer sitzen bleiben muss? Nein, das wollte ich nicht.


Junge Raben

Vorhin auf der großen Wiese, zwei junge Raben, irgendwie ganz wacklig auf Beinen. Sie hatten die Frage im Blick: und wann werden wir hier nun gefüttert? Ein Stückchen weiter noch ein junger Rabe, der seinen Schnabel aufsperrte und einem größeren Raben hinterherlief. Die Jagd endete im Buschwerk unterhalb eines Baumes. Dort wurde geübt auf einen Zweig zu gelangen. Erstmal der unterste Zweig, gleich über dem Boden. Der nächsthöhere wurde später auch erklommen, aber dann doch lieber wieder zu Boden. Halleluja, welch ein Tag!

Und zum Schluss mal wieder eine "Bachstelze". Sie hüpfte übermütig mal nach rechts und mal nach links, als wolle sie einem Fisch ausweichen.



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aufgeschnappt ...

Die Vögel zwitschern im Takt, aber Raben ticken.
Enten sind Geschöpfe und ticken nicht.
Raben ticken, sind aber keine Geschöpfe.



Der Heilige Geist

Ausschüttung Pfingstsonntag am Telefon: Wenn man einen Raben des Zeus trifft, dann muss man innerlich "meine Verehrung" murmeln. Wenn man einen Raben des Odin trifft, muss man einfach mitfliegen. Aber wenn man einen Raben des Herrn der Welt trifft, dann hat man irgendeine okkulte Erkenntnis.



Immer was Neues

Am Mittwoch wurde nur ein Rabe gesichtet, der war irgendwie schüchtern und nahm lieber Reißaus. Am nächsten Tag sah ich einen Raben in weiter Ferne, der lief mit eiligen Schritten in meine Richtung, das letzte Stück flog er. Er zeigte mir, wieso er neulich seinen Schnabel als Spaten benutzen musste, denn der Boden um die Eiche herum hatte noch einiges an Köstlichkeiten zu bieten. Die letzte Beobachtung im Bach war ein Eichelhäher beim Bade, immer schön mit Untertauchen.

Und am Abend ein Kampf zwischen zwei großen Raben und einem Specht, der sein Nest verteidigte. Der Specht schimpfte so laut, dass der eine Rabe aufgab und etwas entfernt wie ein Specht auf einen Ast hackte. Eine Passantin sah, was los war und fragte, wollten die das Nest bedrohen? Ohne eine Antwort abzuwarten, klatschte sie wie wild in die Hände und die Raben flogen weg. Wir gingen dann gemeinsam weiter, es raschelte links von uns und sie deutete auf ein Eichhörnchen. Ja, man braucht nur stehen zu bleiben und erlebt immer viele Geschichten.




Die Scharen von mächtigen Raben

Es fliegen im Abend tief über die Ähren
Die Scharen von mächtigen Raben
Wie Geheimnisse lautlos, die sich begraben,
Wie Gedanken, die sich im Zwielicht mehren.

Und es hängen die Ähren zum Straßengraben,
Als ob sie Sehnsucht nach Menschen haben.
Es steht noch ein Mäher im Klee im dunkeln;
Du hörst nicht die Sense, Du siehst nur das Funkeln.

Es huscht noch ein Vogel schnell in die Hecke,
Die Feldwege schlängeln sich hinter Verstecke.
Die Raben kreisen und machen Runden,
Tauchen unter und sind in der Erde verschwunden.

(by Max Dauthendey)



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Abendrunde

Während unserer Abendrunde sahen wir einen Raben Eis essen. Auf den Rand eines Papierkorbs war Eis gekleckert. Der Rabe bearbeitete die Stelle ganz geduldig mit seinem Schnabel, als hätte er ein Schabgerät oder einen Eiskratzer - im wahrsten Sinne des Wortes und der Situation. Zuletzt kamen wir mit einem jungen Mann ins Gespräch.  Er hatte sein Auto auf dem Fußweg am Waldrand geparkt, mitsamt Anhänger. Und war ganz besorgt, weil wir mit dem Rollator auf die kleine Kopfsteinpflaster-Straße ausweichen mussten.

Er hatte die Genehmigung, sich das Holz von einer umgestürzten Eiche abzuholen. Wir gingen jeden Tag an dieser Eiche vorbei und konnten es nicht fassen, wie sie so dalag, aber der dicke Baumstamm war innen ganz morsch. Der junge Mann war froh, einen Moment verschnaufen zu können, weil die Holzstücke so schwer waren und er erzählte uns soviel, als würden wir uns ewig kennen. Am Tag zuvor hatten Anwohner die Polizei gerufen, weil sie dachten, er klaut einfach das Holz. Außerdem war die Kettensäge zu laut und er musste heute unbedingt bis 20:00 Uhr fertig werden.

Er hatte mal direkt am Wald gewohnt und kannte sich gut mit den Bäumen dort aus. Die umgestürzte Eiche wurde extra noch gestutzt vor einiger Zeit, aber es hatte niemand damit gerechnet, dass der Stamm schon so morsch war. Nebenan stand noch ein toter Baumstamm, etwa 3 Meter hoch, der wurde nicht abgeholzt, sondern ganz bewusst als Nisthilfe stehengelassen. Prompt kam aus einem oberen Astloch eine Amsel rausgeflogen und ein weit geöffneter Schnabel von ihrem Nachwuchs zeigte sich im Astloch.


Gespräch unter Freunden

Heute war wieder was los. Ich wählte den äußersten Spazierweg. Unter einer Art heiligem Gewölbe aus riesigen Baumkronen saß ein Eichhörnchen auf einer Astgabel in tiefer Versenkung. Es hielt seine Pfoten wie zu einem Gebet. Erst nach einer ganzen Weile schien es sich zu erinnern, dass es noch was in den Pfoten hielt und begann fast zärtlich daran zu nagen.

Hinter mir näherten sich Fußgänger mit forschem Schritt. Sie überholten mich, ohne sich in die Kontemplation einzuklinken. Nur ein rascher Blick zurück "was macht die denn da" und schwupp hatte ihr Stechschritt das Eichhörnchen verjagt. Es war nirgendwo mehr zu sehen, aber ich wartete noch auf seine eventuelle Rückkehr.

Statt seiner segelte ein Rabe ganz geschäftig in den höchsten Baum, als würde er nur Futter abliefern. Kurz darauf flog genau von dieser höchsten Stelle ein weiterer Rabe nach unten. Es sah so aus, als würde sich da oben ein Köpfchen bewegen. Aber vom vielen 'ganz nach oben blicken' tränten mir schon die Augen und ich war mir nicht mehr sicher, ob das Köpfchen vielleicht Wunschdenken war.

Als ich mich umdrehte, um meinen Weg doch mal fortzusetzen, wurde ich meinerseits von einem Raben beobachtet. Er pickte gleichzeitig so heftig auf den Boden ein, als würde er einen Spaten in die Erde stechen. Zwar hatte ich diesmal nicht meinen dunkelblauen Tarnmantel an, dafür aber die dunkelgrüne Tarnjacke. Die wirkte ebenso günstig, denn der Rabe kam auf mich zu gestakst, um gleich neben mir auf den Rand des Papierkorbs zu hüpfen. Dabei sprach er ganz liebevoll mit mir und das ging so: tschack, tschack, tschack. Im Papierkorb war nichts zu holen und er begab sich auf die Wiese.



... und als ich anschließend zu den Teichen kam,
flog eine Schar Enten aus dem rechten Teich plötzlich los,
haarscharf über meinen Kopf hinweg, um in einem der beiden linken Teiche zu landen.

Uff!

Zuletzt am Bach entlang ...
ein Flattern und Platschern war zu hören,
das Grün am Rand ist schon ziemlich dicht bewachsen,
sodass man leicht den Überblick verliert -

aber ich hab ihn entdeckt, diesmal einen Eichelhäher,
der ein erfrischendes Bad im Bach nahm,
gut bewacht von seinem Kumpel oben im Baum.



Der Ontologiker

Mitten im Gutspark hörten wir plötzlich eine innere Rede. Wir wollten gar nicht zu der weit entfernten Kirche gehen, aber der Ontologiker in uns bestand darauf. Kaum waren wir am Schloss vorbei, hatten wir schon das erste Rabenerlebnis. Ein Raben-Ehepaar (sieht man doch!) pickte friedlich auf dem Rasen. Plötzlich flog sie (weiß man ja) auf das Wartehäuschen an der Bushaltestelle, um dort aus der Pfütze zu trinken, die sich auf dem Dach gebildet hatte.

Er ließ sich nicht beirren und pickte immer weiter. Als er aber einen größeren Leckerbissen gefunden hatte, flog er damit zu seiner Gefährtin, legte den Brocken erstmal ab, um ihn brüderlich zu teilen und hielt ihr die eine Hälfte im Schnabel hin (womit sonst). Sie nahm die Hälfte und flog damit in einen nahe gelegenen Baum, man kann ja nie wissen, nachher will er das Stück noch wiederhaben! Er flog dann aber mit seiner Hälfte zu ihr in den Baum.

Weiter ging`s zur Kirche und es folgt der Geschichte zweiter Teil. Nachdem wir die Kirche umrundet hatten, gingen wir Richtung Wald weiter. Gleich gegenüber der Kirche am Waldeingang wurden unsere Blicke auf einen Raben gelenkt. Irgendwas führte er im Schilde und stürzte sich auch schon ins Geäst der vielen Bäume. Sofort flog ein Eichelhäher auf ihn zu, um ihn wegzudrängen. Er ließ sich aber nicht wegdrängen, sondern begann seinerseits ein Eichhörnchen zu jagen.

Das Eichhörnchen klammerte an einem Baumstamm, mit dicker Beute im Maul. Der Rabe flog auf den Ast, der am dichtesten am Eichhörnchen dran war, aber das Eichhörnchen war schneller und wuselte am Baumstamm nach oben. Natürlich gefolgt vom Raben - so ging es hoch und runter, bis das Eichhörnchen auf das Dach eines Holzschuppens sprang. Boh! Das war ein Krach, der Rabe ließ sich förmlich aufs Dach fallen, aber dann war die Jagd zuende und er setzte sich ganz oben im Baum erstmal zur Ruhe. Mein Signal zum Weitergehen ...



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* Und dann war da noch der Rabe, der die kleinen Steine in dem flachen Bach immer umdrehte, mit schräg gehaltenem Kopf und offensichtlich einen reich gedeckten Tisch unter jedem Stein vorfand.



Introvertiert - Neulich flog der Rabe davon, als ein Ball in seine Richtung flog und ein Hund in seine Richtung lief. Heute beobachtete ich einen Raben, der sich nicht stören ließ, als ein Hund bellend auf uns zu rannte. Kurz bevor er uns erreichte, machte der Hund dann einen großen Bogen um uns.


Der Rabengott
 

Odin selbst verzehrt nur Wein

Die germanische Religion enthält Elemente einer Schamanenreligion, die mit der Buchreligion des Christentums eine Synthese einging. Odin, nordgermanisch; südgermanisch: Wodan, Wotan, Wuotan ist der Zauberherr (er kennt die Runen), der, als er Mimir für den Blick in den Brunnen der Weisheit ein Auge opfert, das Schamanenwissen erlangt und den man auch am Raben- und Wolfsgeleit als Schamanen erkennt.

Schamane (Schamanismus ist die Kulturform der frühen Jäger) wird der durch Qual und Prüfung zum Heilswissen gekommene Zauberherr, dem Tiergeister dienen. Odin/Wodan reitet zwischen Weihnachten und Neujahr als der wilde Jäger dem ungeheuren Eber Gullinborsti nach, und wehe dem, der des nachts der wilden Jagd begegnet.

Er hält den Kampf unter den Menschen wach, um die tapfersten Germanen (die im Kampfe Erschlagenen) in Wal-halla zu versammeln, wo er sie mit Met und Speise bewirtet - er selbst verzehrt nur Wein, die ihm geopferten Speisen verzehren die zu seinen Füßen sitzenden Wölfe Geri (der "Gierige") und Freki (der "Gefräßige"), mit denen er am Ende der Zeit in die Schlacht gegen das Böse zieht, in der er vom Fenrirswolf getötet wird.

Auf Odins Schultern sitzen zwei Raben, die ihm alle Begebenheiten, die sie sehen oder hören, ins Ohr sagen, sie heißen Hugin ("Gedanke") und Munin ("Gedächtnis"). Diese sendet er früh am Morgen aus, um durch alle Welten zu fliegen, und um die Frühstückszeit kehren sie zurück.


Das Lied von Grimnir (Grímnismal)

Freki und Geri füttert der kampfgewohnte
Heervater, reich an Ruhm;
doch von Wein allein lebt der waffengeschmückte
Odin alle Zeit.

Über Midgard müssen Munin und Hugin
fliegen Tag aus, Tag ein;
ich fürchte, daß Hugin heim nicht kehre,
doch sorg' ich um Munin noch mehr.


Die Krähe

"Weil die Krähe die Hüterin der Heiligen Gesetze ist, kann sie die Gesetze der physischen Welt brechen und von einer Form in die andere wechseln. Diese Fähigkeit ist selten und einzigartig.

In unserer heutigen Welt gibt es nur wenige solche Alchimisten und noch weniger, die wie die Krähe wissen, wie man von einer Gestalt in die andere wechseln kann. Diese Kunst schließt die Fähigkeit der Verdoppelung oder der bewußten Gegenwärtigkeit an zwei Orten ein; solche Leute nehmen eine andere physische Gestalt an, werden »die Fliege an der Wand«, um zu beobachten, was weit weg geschieht."  Quelle: Die Karten der Kraft


Tibet im Gutspark

Vorhin bog ich wieder auf den kleinen Weg, der sich am Bach entlang schlängelt. Huch? Auf der eher nicht begehbaren Bachseite leuchtete was Farbiges durchs Gebüsch. Die Welt gehört den Mutigen und ich ging weiter, komme was wolle.

Oh? Der Gesche im roten Gewand und drei Besucher standen beieinander. Es sah aus, als sammelten sie Kräuter in einer kleinen Plastiktüte. Und sie lachten dabei ganz herzerfrischend. Ich hatte meine dunkelgelbe Jacke an - Tibet war also farblich komplett im Gutspark vertreten.

Und dann die Krönung meines kleines Ausflugs ... ein Rabe saß (?) im Bach, allerdings auf einem Stein. Saß er? Stand er? Weiß nicht. Ich blieb stehen und der Rabe ging langsam ins Wasser, um ein richtiges Bad zu nehmen mit Untertauchen und Flügelschlagen und so! Wow! Anschließend flog er in den Wald hinein und war nicht mehr zu sehen ...


*
Rabensegen von links und Rabensegen von rechts. Ich ging heute mal an der viel befahrenen Hauptstraße entlang und plötzlich zischte ein Rabe von links über meinen Kopf hinweg und landete vor mir im Baum. Er putzte sich gründlich den Schnabel und flog Richtung Gutspark. Alles klar, ich konnte weitergehen. Aber plötzlich flog er zurück und zischte von rechts über meinen Kopf hinweg, um auf der Straße zu landen. Sehr gewagt. Die Autos brausten heran und er marschierte auf den Fußweg. Bei der folgenden roten Ampelphase konnte er zurück auf die Straße, um gleich wieder Richtung Bahnhof wegzufliegen, allerdings mit einem Leckerbissen im Schnabel.


*
Auf unserem Abendspaziergang beobachteten wir einen Raben auf einer Rasenfläche links von uns. Wir wurden von einem Paar mit Hund überholt,
die aber quer auf den Raben zusteuerten. Der flog dann weg auf die rechte Rasenfläche. Daraufhin warf der Mann einen Ball nach rechts, in die Richtung des Raben und der Hund raste los, um den Ball zu holen. Also musste der Rabe erneut wegfliegen und landete direkt am Teich. Da würde der Mann den Ball wohl eher nicht hinwerfen ... *Arrrgh*


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*
Sind die Raben etwa mit den Bachstelzen verwandt? Die letzten Male, die ich am Bach längs spazierte, watete jedesmal ein Rabe durchs Wasser. Das sieht anders aus, als wenn er an Land stolziert.


*
Wir standen am Küchenfenster und bissen grad vom Apfel ab, da zischte
ein Rabe vorbei, mit gefülltem Schnabel. Übereinstimmung!


*
Gestern hörte ich einen Raben in unserem Gutspark, der machte einen Lärm, als ginge es um Leben und Tod. Er flog zu Boden und wälzte sich mit ausgebreiteten Flügeln, als wäre sein Ende nahe. Aber plötzlich stand er wieder auf und ließ seine gewohnten Arrrghs ertönen.


*
Hinter einer Wegbiegung befanden sich gleich mehrere Raben. Einer von ihnen stakste auf den Weg, die anderen erfreuten sich an dem Schlammboden des ausgelaufenen Sees. Ich blieb stehen und der eine Rabe kam direkt auf mich zu. Während er mich immer anschaute, stakste er seitlich an mir vorbei. Ich hatte meinen dunkelblauen Tarnmantel an. Von Rabe zu Rabe also. Der Rabe war sicherlich froh, endlich mal jemanden im dunkelblauen Tarnmantel zu sehen. Was anderes trägt er ja selber nicht.


*
Wenn man den Raben aufmacht, ist da mitnichten ein Räderwerk drin.
Wenn man den Raben aufmacht, ist das süße Nichts da drin! (aufgeschnappt)


*
Wir erinnern uns? Der Sinn des Lebens besteht darin, Raben zu beobachten.


Lesen wie die Raben picken

Neulich wurden wieder ganz viel Prosatexte geschrieben! Wir wollten laut lesen, aber die Stimme erstarb immerzu. Empfehlung vom Onkel, die Texte lesen, wie die Raben picken! Immer zwei/drei Worte rauspicken, laut lesen
und dann den Text überfliegen, bzw. es überfliegt sich ganz von selbst. OM


Raben

"Durch den blauen Morgenhimmel
ziehen plumpe, schwarze Raben;
wie Gedanken, schwarze, plumpe,
durch die reine Seele ziehn.

Durch die reine Seele ziehn
wie die plumpen, schwarzen Raben
die Gedanken und verschwinden
in den blauen Morgenhimmel."

(Detlev von Liliencron)



* Ein fetter Brocken. Würde ein Rabe einen fetten Brocken haben wollen?  Nein, nur zartes Herkules-Fleisch kommt in seinen Schnabel (semantisch gesprochen). Lieber versteinert der Rabe und lässt sich von Familie Steinert wieder aufwecken. Der 7. Strahl beschäftigt sich mit Versteinerungen, um sie aufzuwecken. Der 6. Strahl hat sich mit der Seele beschäftigt.


*
Der Rabe ist nicht nur vollendete göttliche Eleganz. Der Rabe zeigt auch in seinem Ruf das Ideal göttlicher Wahrhaftigkeit auf. Kann ein Klang oder Ausdruck wahrhaftiger sein als der Ruf des Raben?


*
Rabenplatz ohne Tisch heißt Wipfeltranszendenz.


*
Wir waren unermeßlich lange am See und sind unermeßlich oft in der Sonne stehen geblieben, um die Raben zu beobachten, wie sie ausgiebig ihr Gefieder putzten.  


*
Und heute stand die Sonne schon ziemlich tief und blendete die ganze Zeit. Zwar konnte ich nicht sehen, wer mir entgegen kam, aber in der Sonne fühlte ich mich sicher und geborgen und dachte, wenn man so voll im Licht ist, löst sich alles andere von alleine auf.  


*
Im Traum saß ein großer Rabe vor mir. Ich war die ganze Zeit geschäftig hin und her gegangen, ohne ihn zu bemerken. Als ich ihn plötzlich sah, wusste ich, dass er die ganze Zeit schon da war. Ich staunte über sein tiefschwarzes leuchtendes Gefieder. Und er spreizte einen Flügel dergestalt, dass der zusammen mit seinem Körper einen Kreis bildete. (13. April 2009) 


*
Der Rabe ist nicht nur vollendete göttliche Eleganz. Der Rabe zeigt auch in seinem Ruf das Ideal göttlicher Wahrhaftigkeit auf. Kann ein Klang oder Ausdruck wahrhaftiger sein als der Ruf des Raben?


Was ist ein Zeitraabe?

"Ich erstarrte vor Angst und beneidete meinen Hausbesitzer in seinem ruhigen Altersheim. "Man muss in der Kunst die Rückreise seiner Schritte planen, dann klappt die Reise vielleicht", rief er pathetisch. Plötzlich knallte es, und eine Rauchwolke behinderte meine Sicht, und als der Rauch sich verzogen hatte, stand dieser Rabe da und hatte die Augen des merkwürdigen Mannes und dessen triumphierenden Blick.  

Ich hörte ihn murmeln: "Aber wie lautet die Formel? verflucht noch mal, die Formel der Rückreise!" - Ich nahm schnell meine Kamera, die gerade in der Nähe lag, und knipste dreimal. Leider sind die anderen zwei Bilder schlecht geworden, weil der Rabe wütend flatterte. Und hätte ich dieses Bild nicht, das ich Dir nun beilege, hätte ich das ganze nicht geglaubt. Der Rabe ist übrigens fluchend davongeflogen, und seitdem ist der Mann im Dorf nicht mehr gesehen worden." (by Rafik Schami)


* Nach langer Zeit hatten wir unseren See mal wieder umrundet. Netzwerk, Gruppenbewußtsein - das alles brauchen Raben nicht zu üben, das haben sie in die Wiege gelegt bekommen. Mit ihrer Unpersönlichkeit sind die Raben ein Vorbild für alle Arkanschüler. Die erste Hälfte der Umrundung war das Gucken noch Allgemeinheit, aber die zweite Hälfte waren wir so erschöpft, da war das Gucken Notwendigkeit, um es überhaupt zu schaffen. Die Wiese am Ende des Sees war belagert von Menschengruppen auf Wolldecken,die sich jeweils um einen Grill scharten, erkennbar an den Rauchschwaden und am Geruch. Aber dann kommen die Raben und hacken solange auf all dem Schmutz herum, bis nichts mehr davon übrig ist. Hackordnung IST.



http://www.n-tv.de/wissen/weltall/Raben-troesten-ihre-Freunde-article887382.html

http://www.atelier7a.de/raben.htm

http://www.big-foot.de/rabengeschichte2.htm